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Im Porträt: Monika Schmatzberger

Schmatzberger MJg 1981 / Schauspielerin und Etruskologin

Das Lampenfieber plagt sie noch immer jedes Mal, bevor sie die Bühne betritt; sobald sie aber auf solch einer steht, ist jedes mulmige Gefühl wieder verflogen.

Mit Blick auf unser ehrwürdiges Gymnasium habe ich mich an einem sonnigen Februarvormittag zu einem Gespräch mit der Schauspielerin Dr. Monika Schmatzberger getroffen.

Bereits mit zierlichen acht „Jährchen“ ist sie schon auf der Bühne im Calasanzsaal gestanden und hat in diesen jungen Jahren ihre Berufung im Schauspiel gefunden. Wie die meisten – wenn nicht sogar alle – Eltern, deren Kinder solch einen „brotlosen“ Beruf ergreifen möchten, sorgten auch ihre sich um die Zukunft der Tochter, die entschieden hatte, dem Ruf ihrer Leidenschaft, dem Theater, zu folgen.

Das humanistische Piaristengymnasium half bei der Entscheidung, als Kompromiss Archäologie zu studieren, da in dem Studium Griechisch und Latein verpflichtend als Sprachen zu erlernen bzw. vorzuweisen sind – ein großer Vorteil, diese Voraussetzungen dank des Piaristengymnasiums zu erfüllen! Parallel zu ihrem Studium absolvierte Dr. Schmatzberger ihre Schauspielausbildung an der Schauspielschule Krauss in der Wiener Innenstadt. Im Wintersemester konzentrierte sie sich auf ihr Studium und im Sommersemester machte sie die anstehenden Schauspielprüfungen. So gelang ihr das „Jonglieren“ mit den zwei Studienrichtungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Engagements führten sie durch Deutschland, Ungarn, Tschechien, Südtirol und natürlich auch Österreich. Schlussendlich machte sie noch das Doktorat in Archäologie, ein Verdienst, über das heutzutage nicht viele Professionelle des Schauspiels prahlen können. Heute ist sie auf kleineren Bühnen in Wien und Innsbruck mit ihren eigenen Produktionen und Adaptionen („Ein buntes Leben oder die Memoiren einer (noch) nicht berühmt gewordenen Schauspielerin“, „Besuchszeit“ von Felix Mitterer) präsent, wirkt außerdem bei der interaktiven Aufführung „Dinner & Crime“ mit, hält diverse Lesungen und singt sogar Wienerlieder („Vorstadtweiber - anno dazumal" oder „Das Wäschermädl Marie“). Improvisationstheater beherrscht Monika Schmatzberger ebenfalls; seit 2007 ist sie Ensemblemitglied der Tschauner Stegreifbühne. Außerdem könnte man sie auch als Multirollentalent bezeichnen: nicht weniger als 13 verschiedene Rollen spielt sie bei der One-(Wo)Man-Show „Oskar und die Dame in Rosa“. Auch das Nähen ihrer Kostüme und die Regieführung macht sie mit Freude.

Spannend ist des Weiteren ihre Tätigkeit an der Medizinischen Universität Wien. Auch dort schauspielert Monika Schmatzberger nämlich. Um die Übung des Arzt-Patienten-Gespräches so realistisch wie möglich zu gestalten und die Medizinstudenten auf ihre zukünftige Tätigkeit bestens vorzubereiten, werden im Kommunikationsunterricht Rollenspiele durchgeführt; dazu werden Schauspielpatienten eingesetzt, die die Situation authentisch darstellen und im Anschluss auch Rückmeldung über das geführte Gespräch geben. Ihr gefällt diese Tätigkeit, da sie möchte, dass die Medizinstudenten nicht nur fachlich gute Ärzte, sondern auch „menschlich“ sein sollen.

Wer neugierig geworden ist und mehr über die Altpiaristnerin Monika Schmatzberger erfahren möchte, kann gerne auf ihrer Website vorbeischauen; die Termine ihrer Aufführungen werden laufend ergänzt.
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AK, 2017

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