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Der jüdische Friedhof in Wien Währing ist mit über 6000 Gräbern der drittgrößte von ganz Österreich. Normalerweise sind die Tore des Friedhofes verschlossen, neben einem Stacheldraht und Glassplittern, versperrt auch eine hohe Mauer die Einsicht. 

Dank Tina Walzer (MJg 87), österreichische Historikerin, Autorin und Virtuosin der österreichisch-jüdischen Geschichte, konnten die Altpiaristner zum zweiten Mal einen Einblick erlangen und sich durch den zum Großteil sehr verwachsenen Friedhof kämpfen.

Tritt man durch die große, alte Eingangstüre, wirkt es als würde man sich in einem geheimen, verlassen Garten befinden. Da sich lange Zeit niemand gefunden hat, der sich um die Pflege und Erhaltung des Friedhofes kümmern wollte, sind sehr viele Grabsteine bereits verfallen oder gar nicht mehr zu erkennen. Erst durch die Arbeit von Tina Walzer und mittlerweile zahlreichen freiwilligen Firmen, Schulen, der jüdischen Kultusgemeinde und auch einfach engagierten Interessierten, wurde und wird es möglich den Friedhof aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. 

Von Jahr zu Jahr werden es auch immer mehr Angehörige, die Gräber ihrer verstorbenen Verwandten wieder finden und so auch ein bisschen mehr über ihre eigene Familiengeschichte lernen. Tina Walzer kennt  diese Geschichten, über Familienkonstellationen, die Zeichen auf den Grabsteinen, wie diese Menschen gestorben sind und welche Fauxpas sich im Umgang mit der letzten Ruhestätte zugetragen haben.

Über zwei Stunden hat sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit den Altpiaristnern geteilt und die Führung durch den jüdischen Friedhof zu einem einzigartigen und sehr interessanten Erlebnis gemacht.   LK