"Wenn man Wissen vermitteln will, muss man Halbwissen zerstören". Eine starke Ansage für einen starken Abend.

Wieder war ein Politikwissenschaftler Gast beim Piaristner Pan Philosophicum. Und wieder war das Interesse generationenübergreifend. Prof. Anton Pelinka (MJg 1960) spannte in seiner Keynote zu " EU und Österreich - Bestandsaufnahme und Ausblick anlässlich der bevorstehenden Ratspräsidentschaft" einen breiten Bogen. Von den 1950er Jahren, in denen die ersten schüchternen Versuche einer europäischen Integration mit sechs Mitgliedsländern in der EWG unternommen wurden, bis heute, wo der EU 28 - demnächst 27 - Staaten angehören. Begriffe wie "Staatenbund" oder "Bundesstaat" wurden verdeutlicht, Bedeutungen von rotierender EU-Präsidentschaft erörtert, Intentionen von "Erweiterung" und "Vertiefung" der EU beleuchtet.

Nach dem Tour d'horizon seiner Einleitung wurde Pelinka von zwei angehenden Maturanten am "Podium" flankiert. Johanna SCHLAG aus der 8B und Elias Aruna aus der 8A fühlten dem Professor mit kritisch-konstruktiven Fragen auf den Zahn. Ebenso wie das Publikum, das sich - der Generation Community entsprechend - aus Altpiaristnern, Schüler/-innen (sogar aus der 4. Klasse!) und erfreulich vielen  Professoren/-innen zusammensetzte. Neben Direktorin Mag. Christa Stolfa konnte Organisator Günter Braun auch ihren Vorgänger, Direktor Dr. Paul Wildner willkommen heißen, der als eifriger Besucher der Altpiaristner-Veranstaltungen immer wieder seine Verbundenheit mit Schule und AP-Vereinigung unter Beweis stellt.

Das Podiumsgespräch setzte sich mit angeregten Diskussionen beim Büfett fort.Und Anton Pelinka konnte im sichern Wissen seine ehemalige Schule verlassen, einiges an Halbwissen zerstört zu haben.   HD/GB